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Interviews

„Wir wollen einen Ort mit charismatischen Qualitäten schaffen“

Gespräch mit Robert Braissant
Leitender Architekt und Teilhaber Büro B Architekten und Planer AG

Was hat Ihr Interesse am Bauprojekt „Kursaal Bern 2012“ geweckt?
Welcher Architekt möchte sich nicht gerne mit so einem prominenten und spannenden Gebäude auseinandersetzen? Die Gesamtanlage ist äusserst komplex, dicht genutzt und leidet unter einem angestaubten Innengestaltungskonzept, vor allem im alten Kongressbereich. Das ist eine grosse Herausforderung, das interessiert uns.

Welches ist die grösste architektonische Herausforderung?
Wir wollen die gesamte Anlage mit einer zeitlosen und vereinheitlichenden Geste zusammenfassen, einer Geste, die sich in der Erinnerung der Besucherinnen und Besucher festhakt. Nichts Modisches, das in zehn Jahren wieder verstaubt wirkt. Die Architektur-Teilbereiche im Kursaal lassen sich gut identifizieren: die grossartige Arena aus den 50er-Jahren bildet den Kern des Ganzen, der Wandelgang war eine der frühesten Bauten, der Leuchtersaal, der neue Konferenztrakt und das Hotel haben jeweils ihre eigene Stimmung. Wir haben jetzt die Chance, gestalterisch etwas zu realisieren, das dem Ganzen einen einheitlichen Auftritt verschafft – mit deutlich mehr Präsenz im öffentlichen Raum.

Wie schwierig war es, diese Gesamtlösung zu finden?
Neben der grossen Gestaltidee im Kopf des Architekten ist die Verbindung der verschiedenen Stilepochen die wichtigste Anforderung. Da ist die Fähigkeit des Architekten gefragt, auf verschiedenen Parketten zu tanzen und trotzdem eine Gesamtgestalt zu inszenieren. Neben der stilistischen Vielfalt ist die wirklich grosse Herausforderung das vorgefundene Gewachsene, das betriebliche Zwänge hat. Gästeflüsse stimmen zum Beispiel nicht, es gibt Kreuzungen. Hier Lösungsvorschläge zu erarbeiten ist Knochenarbeit.

Das ganze Interview mit Robert Braissant finden Sie im Bären Journal, welches Ende Oktober erscheint.

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Tod eines Dromedars

Solange kein Winterzirkus auf der Berner Allmend gastierte, produzierte der Kursaal für Silvester jeweils ein Variété-Programm mit Reprisen am Neujahrs- und Bärzelistag. In einem Programm mit zwei Dromedaren und darauf turnenden Artisten und Affen war dies eine attraktive Nummer, bis am Abend des Neujahrtages ein Dromedar beim Betreten der Bühne tot zusammenbrach.
Dies vor den Augen von 1000 Besuchern. Wir deckten das Tier vorerst mit alten Tischtüchern zu und meldeten uns beim Notfalltierarzt. “Am Neujahrstag um 22 Uhr ein totes Dromedar auf der Kursaalbühne – Sie verwechseln das wohl mit dem 1. April, und übrigens führe ich eine Kleintierpraxis und kenne ein Dromedar nur von Zoobesuchen her.” Um unser Risiko zu mindern, bemühte er sich dennoch zu uns, um festzustellen, dass das Tier wirklich tot war. Aber noch immer lag das tote Dromedar im Bühnenbereich, wo die Aufführungen fortgesetzt wurden.

In der Folge riefen wir die Feuerwehr an mit der Bitte, das Tier aus der heutigen Arena zu entfernen. Sie können die Antwort wohl erraten: «Am Neujahrstag vor Mitternacht ein totes Dromedar von der Kursaalbühne entfernen – so narrt man die Berner Feuerwehr nicht!» Zögerlich nahm jedoch ein Feuerwehroffizier einen Augenschein vor Ort und war dann sehr hilfsbereit. Leider fand die Feuerwehr einen Passus in den Reglementen, dass die Entsorgung von exotischen Tieren einer behördlichen Bewilligung bedürfe. Der angerufene Behördevertreter reagierte so, wie wir es unterdessen gewohnt waren: “Sie verwechseln das mit dem 1. April.” Zudem fand er es als ungehörig, mit einem solchen Scherz um Mitternacht des Neujahrtages gefoppt zu werden. Gegen 3 Uhr in der Nacht wurde das Dromedar mittels Seilzug durch die Feuerwehr aus der Arena entfernt, aufgeladen, fortgefahren und irgendwie «beerdigt».

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Bärenstark!

Willkommen auf der Umbauseite vom Kursaal Bern. Die Internetseite zeigt unbekannte und überraschende Seiten der Baustelle und hält das Geschehen sogar filmisch fest. Ob virtuell oder real: Ein Besuch im Kursaal Bern lohnt sich. Herzlich willkommen – wir freuen uns auf Sie!

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