Neue Konzerthalle 1959

Unser Haus hat eine bewegte Geschichte. An dieser Stelle erzählt Ihnen Bernie Spannendes und Kurioses aus den vergangenen 107 Jahren Kursaal Bern.

Im Jahr 1912-1913 wurde auf dem “Schänzli” in Bern, so hiess der Kursaal damals, eine grosse Konzerthalle erbaut, deren Form und Ausmasse für die damalige Zeit etwas Aussergewöhnliches waren. Man wollte mancherlei Bedürfnissen eines grossen Publikums etwas bieten und vor allem die günstige Lage nützen, welche inmitten der wachsenden Stadt einen herrlichen Blick in die Alpenlandschaft gestattet.

So war dann auch alles ineinandergedacht: grosse Konzerthalle und grosser, vorgelagerter Garten, ein Spielsaal, weitere Räume und ein Dancing. Viele bedeutende Anlässe fanden auf dem “Bauschänzli” statt und grosse Kongresse führten Menschen aus aller Welt zusammen. Doch es gab bauliche Unzulänglichkeiten: Die Akustik in der Konzerthalle liess zu wünschen übrig und es gab betriebliche Schwierigkeiten. Die Aufgabe einer umfassenden Renovation wurde Architekt Walter Jaussi in Bern übertragen.

Nach einer Bauzeit von elf Monaten, das letzte Konzert fand am 28. Januar 1959 statt, wurde der Konzertbetrieb im Dezember 1959 wieder aufgenommen. Damals gehörte die umgebaute Konzerthalle zu den attraktivsten der Schweiz. Weshalb? Die Grundkonzeption der Halle liess eine vielfältige Nutzung zu, es war nicht nur ein Konzertsaal, wie z.B. die Tonhalle Zürich, sondern eine richtige Music-Hall für gediegene Unterhaltungskonzerte mit Soloeinlagen, Kammermusikabende, Attraktionen, Tanz und nach Bedarf auch Kongresshalle.

Die Orchesterbühne war um 180 Grad drehbar und spielte bei Schönwetter im Sommer auch nach dem Garten hin. Die Bestuhlung war damals eine neuzeitliche mit Stamoid-Plastiküberzügen und dies in leuchtenden Farben.

Die Halle bot damals 400 Sitzplätze mehr als die alte, insgesamt 1’300.

Quelle: Bericht aus der Rundschau Hotel-Pensions + Gastgewerbe Nr. 4/1962

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